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Ein Kurzfilm mit ernster Botschaft

„Bruno“ – Ein rührender Abschlussfilm von Christian Wachter, Azubi für Mediengestalter Bild und Ton

Für Christian Wachter (Absolvent der Ausbildung für Mediengestalter Bild und Ton bei „Alles was zählt“, UFA SERIAL DRAMA) war sein Abschlussprojekt keine einfache Prüfung, die es zu absolvieren galt. Er wollte einen Film mit Botschaft und emotionaler Tragweite produzieren. Und das bei einem von der IHK gestellten, recht nüchternen Thema – „Die Reparatur“.

Die Abschlussprüfung der 3-jährigen Ausbildung, welche Christian bei der Produktion in Köln gemacht hat, dient dazu, möglichst alle erlernten Fähigkeiten in einem von der Idee bis zur Umsetzung selbstkonzipierten Kurzfilm anzuwenden.

Die Idee von Christian bestand darin in seinem Film sowohl eine Vergangenheitsebene, als auch eine Gegenwartsebene darzustellen, die durch besondere Bild, Ton und Kameraarbeit atmosphärisch unterstützt wird. Unter besonderen Prüfungsvorschriften zu drehen bedeutet auch, dass man sich gut und sorgfältig vorbereiten muss. Während dieser Phase fand er Unterstützung bei der UFA und dem Team der Produktion von „Alles was zählt“, die ihm nicht nur Ausstattung und Räumlichkeiten zur Verfügung stellten, sondern auch immer ein offenes Ohr für Fragen hatten.

Bei der Umsetzungsphase (für Produktion und Postproduktion des Kurzfilms hatte er lediglich 18 Stunden Zeit) durfte ihm aber keiner seiner Kollegen helfen. Sein Team bestand daher aus Freiwilligen, Mitauszubildenden und Freunden. Dennoch hat das Arbeiten im Team genauso geklappt, wie Christian es sich vorgestellt hatte:“ Das schönste Erlebnis war, als ich gemerkt habe, dass das Team, welches noch nie vorher zusammengearbeitet hatte und sich teilweise nicht kannte ganz toll miteinander harmoniert.“

Christian Wachter über seinen Kurzfilm „Bruno“: Ich möchte meine Zuschauer an ein weit verbreitetes Problem heranführen: wenig Zeit. Vor allem richtet sich der Film aber an berufstätige Eltern, wie den Vater. Diese haben oft keine Zeit, es mangelt an Kommunikation und dadurch auch an Verständnis. Bei den Kindern sammeln sich Einsamkeit, Trauer und Wut an. Anna vertraut sich ihrem Kuscheltier Bruno an, welches – anders als der Vater – immer bei ihr ist und ihr zuhört. Der Vater selbst ist mit der Erziehung seiner Tochter überfordert. Er hört ihr nicht richtig bei Problemen zu und ist durch den arbeitsbedingten Stress leicht reizbar, so dass es auch zu dem Konflikt kommt, den der Kurzfilm widerspiegelt. Am Ende ist der Vater alleine in der Werkstatt und repariert das Kuscheltier, welches ihn schmerzhaft an seine Fehler erinnert. Er begreift, dass es zu spät ist um seine Fehler wieder gut zu machen und so etwas gar nicht erst hätte passieren dürfen. Deshalb ist es so wichtig sich die Zeit für seine Kinder zu nehmen und vor allem, ihnen zuzuhören. 

Mit viel Liebe zum Detail und großem handwerklichen Geschick hat Christian das Ende seiner Ausbildung mit einem ausgezeichneten Film gekrönt. Herzlichen Glückwunsch!

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